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Projektstrukturplanung neu gedacht: Vorteile von objektorientiertem Projektmanagement

24. August 2020 | Lesedauer 7 min

Die Projektstrukturplanung hat direkte Auswirkungen auf das Management eines Projekts. Für Gliederung und Aufbau der Planung kommen dabei verschiedene Optionen infrage, die sich jeweils an unterschiedlichen Prioritäten orientieren. Neben dem objektorientierten Projektmanagement gibt es funktions- sowie zeitorientierte Projektstrukturpläne, die das Projektmanagement begleiten und definieren.

Der Projektstrukturplan: Kurzporträts der Gliederungsmöglichkeiten

Ein funktionsorientierter Projektstrukturplan teilt das Projekt für seine Gliederung in die Funktionsbereiche des Unternehmens ein, welches das Projekt ausführt. Hier liegt der Fokus der Planung dementsprechend auf dem „Was“, also der Art der Tätigkeiten, die auszuführen sind.

Zeitorientiertes Projektmanagement betrachtet zuerst den zeitlichen Ablauf eines Projekts. Entsprechend werden die Aufgaben nach ihrem zeitlichen Verlauf eingeplant und kontrolliert. Demnach ist hier die Frage nach dem „Wann“ entscheidend.

Für das objektorientierte Projektmanagement steht schlussendlich das Produkt selbst im Vordergrund. An diesem orientiert sich die Planung – größere Cluster oder Baugruppen können im Idealfall detailliert in kleinere Aufgaben verteilt werden, sodass jederzeit ein Hinein- oder Herauszoomen möglich ist. Besonders wichtig ist hier also das „Wo“.

Objektorientiertes Projektmanagement: die Vorteile

Für unsere Projektmanagement-Software haben wir uns bei COMAN für einen objektorientierten Ansatz entschieden. Dabei spielten viele unterschiedliche Faktoren eine Rolle – darunter unter anderem die folgenden fünf Vorteile: Alles, was Sie hier lesen, ist in unserer Software bereits möglich und real.

Genaues Management von Projekten

Ein objektorientierter Projektstrukturplan orientiert sich immer an dem im Bau befindlichen Produkt. Das objektorientierte Projektmanagement erlaubt es den involvierten Personen, Fortschritte am Projekt an jedem Punkt genau zu verfolgen und zu managen. Sehr wichtig ist hierbei die Übersichtlichkeit der Daten – mit der Orientierung am Objekt hat jeder Datensatz einen oder mehrere feste Bezugspunkte. So ist sehr schnell ein „Deep Dive“ in das jeweilige Projekt möglich.

Projektmanagement ist individuell anpassbar

Die Individualisierung ist Trumpf – das gilt auch im objektorientierten Projektmanagement. Arbeitsschritte können präzise auf die Anforderungen des individuellen Objekts abgestimmt werden. Abläufe können somit speziell geplant, ausgeführt und getrackt werden – daraus folgt, dass die Arbeiten an Komponenten besser ineinandergreifen und damit schneller sowie effektiver ausgeführt werden.

Bessere Visualisierung

Der COMAN-Manager bildet anhand der hochgeladenen Baupläne verschiedene Bereiche oder einzelne Komponenten detailliert ab. Die Aufteilung der Objekte kann dabei anhand von CAD-Layouts (Boden- beziehungsweise Anlagenpläne) erfolgen. Diese übergeordnete Darstellung anhand von Smart Objects erlaubt die präzise Aufteilung von Objekten und den damit verbundenen Aufgaben in kleinere Unterpunkte – so, wie es das objektorientierte Projektmanagement vorsieht. Diese besondere Art der Betrachtung führt uns zudem wieder zurück zum ersten und größten Vorteil – dem genaueren Management von Projekten.

Leichtere Zuordnung von Daten und Komponenten

Die präzise Planung und Visualisierung von Aufgaben und Objekten generiert eine hohe Menge an Daten – gänzlich unabhängig vom gewählten Ansatz für das Projektmanagement. Mit dem Fokus auf das Objekt in seinen Einzelteilen und der Darstellung in COMAN ist es möglich, diese Daten deutlich besser zuzuordnen und damit zu kontextualisieren. Daten werden nicht mehr aus endlos langen Tabellen, Stücklisten oder Zeitplänen herausgepickt, sondern werden einfach über einen Klick auf die entsprechende Komponente abgerufen. Dies resultiert in der praktischen Anwendung in einer signifikanten Zeit- und Ressourcenersparnis, da große Datenmengen so deutlich leichter zu kontrollieren sind.

Tracking von Verkettungen

Projekte für den Anlagenbau sind meist hochkomplex. Eine kleine Verzögerung an einem Ende kann sich daher auf ganz unterschiedliche weitere Planungsschritte auswirken. Das objektorientierte Projektmanagement erlaubt es dank zahlreicher interner Verknüpfungen den Mitarbeitern, diese nachgelagerten Tätigkeiten zu identifizieren und mögliche Verzüge – ebenso wie deren Schwere – sofort zu erkennen. Prioritäten werden so schneller festgelegt und Reaktionszeiten deutlich verkürzt.

Fazit

Der größte Vorteil des objektorientierten Projektmanagements, wie COMAN es lebt und erlebt, liegt in den zusätzlichen Möglichkeiten, die es den an dem Projekt beteiligten Mitarbeiter bietet. Auf allen Ebenen erhalten die handelnden Personen eine größere Kontrolle über die Projektplanung und -ausführung bei einem kleineren Ressourcenaufwand. Alle Aspekte des Projekts werden in dieser Lösung gebündelt und möglichst effektiv wiedergegeben.

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